Wenn man heute auf die Anfänge von WM technics zurückblickt, wird klar, wie viel Mut, Leidenschaft und unermüdlicher Einsatz nötig waren, um den Grundstein für das zu legen, was das Unternehmen heute ist. Es war eine Reise, die mit einer Vision begann und durch harte Arbeit Stück für Stück Wirklichkeit wurde.

„Wenn ich Karosserien bauen kann, dann kann ich auch Maschinen bauen.“

Ursprünglich aus dem Karosseriebau kommend, ging Willy Mulser also mit einer pragmatischen und mutigen Einstellung die Mission (Eisbearbeitungs)Maschinen bauen an. Mit diesem Pioniergeist entwickelte sich Schritt für Schritt aber das, was wir heute eine Erfolgsgeschichte nennen.

Dabei waren die Anfangstage alles andere als leicht. Als die ersten Maschinen entstanden, gab es weder Laserschneidanlagen noch CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen. Jedes Teil wurde in Handarbeit gefertigt, gefügt und angepasst. Wenn man bedenkt, dass in der Anfangsphase gerade einmal drei Personen ganze dreißig Maschinen komplett von Hand gebaut haben, lässt sich der immense Aufwand und die schier unendliche Zahl an Arbeitsstunden nur erahnen. Aus heutiger Sicht wirken diese frühen Modelle schlicht und einfach – doch für die damalige Zeit bedeuteten sie einen echten Innovationssprung.

Dieser Erfolg fiel WM und Willy jedoch nicht in den Schoß. Gerade in den ersten Jahren stand die Arbeit an allererster Stelle und forderte der ganzen Familie extreme Opfer ab. Die Arbeitsbedingungen in der ersten Werkstatt waren bescheiden: kaum Tageslicht, spärliche Beleuchtung und Lackierarbeiten unter einfachen Lampen. Dennoch wurde mit unbändigem Einsatz gearbeitet. Willy verbrachte Tage und Nächte durchgehend in der Werkstatt, schlief im Auto oder direkt auf dem Hallenboden, um die Aufträge rechtzeitig fertigzustellen. Für Waltraud, die damals schwanger war und sich große Sorgen machte, war es eine extrem herausfordernde Zeit. Doch Willy trieb ein unerschütterlicher Wille an – auch getragen von dem Wunsch, seiner Familie ein sicheres Fundament zu bieten und den Kindern ein Vorbild an Tatkraft und Verlässlichkeit zu sein.

Dass diese kräftezehrende Pionierzeit gemeistert werden konnte, war nur dank des starken Zusammenhalts in der Familie möglich. Im Sommer sprangen Oma und Tante ein, um auf die Kinder aufzupassen, sodass Waltraud und Willy an allen Fronten anpacken konnten. Diese Unterstützung war schlichtweg unbezahlbar.

Mit den Jahren stellten sich der verdiente Lohn und die Früchte der harten Arbeit ein. Ob in der Werkstatt oder in der Garni – das Geschäft entwickelte sich prächtig und ermöglichte schließlich sogar den Bau des eigenen Hauses.

Rückblickend gehörte sicherlich auch das nötige Quäntchen Glück dazu, zur richtigen Zeit am richtigen Ort die passenden Chancen zu ergreifen. Doch Glück allein reicht nicht: Ohne den eisernen Fleiß, die Ausdauer und den unermüdlichen Tatendrang aller Beteiligten wäre diese Erfolgsgeschichte nicht geschrieben worden.

Dieser Bildband ist ein Rückblick auf diese bewegten Jahre, eine Erlebnisseite unseres Lebenswerks und vor allem ein Dankeschön an all jene, die diesen Weg mit uns gegangen sind.